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Damian Kaminski

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Rechtsanwalt Damian Kaminski

RA Kaminski Damian ist 1981 in Polen geboren. Als Kind siedelte er in den Westen Deutschlands um, wo er erfolgreich sein Abitur ablegte. Nach seiner Rückkehr nach Polen 2003 absolvierte er sein juristisches Studium an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder), das er 2008 erfolgreich mit dem 1. Staatsexamen abgeschlossen hat.

Während seiner 2 jährigen Referendariatszeit arbeitete er in Frankfurt (Oder) am Amtsgericht, bei der Staatsanwaltschaft und in der Industrie-und Handelskammer. Unmittelbar nach dem Abschluss seines 2. Staatsexamens ließ er sich zum Rechtsanwalt am Bezirk des OLG Brandenburg zulassen und gründete nach einer erfolgreichen Zusammenarbeit mit RAin Jana Wagner und RA Bogumil Kus die hiesige Kanzlei Viadrina.

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Familienrecht

Rechtlich gesehen, stellt die Ehe eine Lebensgemeinschaft dar, die als institutionell geformte Verbindung vielfältige Rechte und Pflichten nach sich zieht. Vor diesem Hintergrund halte ich eine rechtliche Beratung bereits vor der Eheschließung für empfehlenswert. So kann vor der Eheschließung ein Ehefähigkeitszeugnis notwendig werden oder ein Ehevertrag ratsam erscheinen. Während der Ehe selbst kann sich wiederum das Problem der vermögensrechtlichen Zuordnung bei größeren Anschaffungen ergeben oder wenn sich der Ehegatte mit einem Unternehmen selbständig macht. In diesem Fall ist dafür zu Sorge zu tragen, dass der Ehepartner und die Kinder bei einer Insolvenz rechtlich abgesichert sind.

Nach den ersten glücklichen Jahren einer Ehe kommt häufig das böse Erwachen und die Eheleute stellen fest, dass sie sich trennen wollen. So wird in Deutschland fas jede zweite Ehe geschieden. Eine solche Scheidung zieht eine Fülle von Fragen nach sich. Auch hier will ich Ihnen mit Frage und Antwort zur Seite stehen. Sollte es unumgänglich sein, so führe ich auch die Scheidung durch und berate Sie bei dem weiteren Verlauf des Verfahrens.

RA Kaminski unterstützt Sie auf dem Gebiet des Familienrechts bei Fragestellungen im Zusammenhang mit:

  • Durchführung der Scheidung [+]

    Es verwundert nicht, dass die meisten Eheleute lange zögern, bevor sie sich für eine Scheidung entscheiden. Zu schön waren die letzten Jahre, um sich jetzt wegen anscheinend kleiner Auseinandersetzungen zu trennen. Und tatsächlich lassen sich auch viele Hürden mit einem friedlichen Gespräch überwinden und die Ehe wieder retten. Der Gang zum Anwalt wird jedoch unvermeidlich, wenn die Eheleute sich seit Monaten nichts mehr zu sagen haben und die anfänglichen Meinungsverschiedenheiten in Abneigung oder Gewalt umschlagen.

    Ob eine Scheidung einvernehmlich und schnell durchgeführt werden kann oder ob sie einen regelrechten Rosenkrieg zu erwarten haben, wird sich vermutlich erst im Laufe des gemeinsamen Gespräch mit Ihrem Anwalt herausstellen. Dieser wird aufgrund der langjährigen Praxis eine Prognose abgeben können. Bei jedem Mandanten gestaltet sich die familiäre Situation etwas anders, so dass jeder Fall gesondert betrachtet werden muss. Trotz der situationsbedingten Unterschiede tauchen die nachstehenden Fragen immer wieder auf:

    • Unter welchen Voraussetzungen kann ich mich scheiden lassen? (Trennungszeit)
    • Wie sieht der typische Scheidungsverlauf aus?
    • Wo lasse ich mich scheiden?
    • Wird die Scheidung im Ausland anerkannt? Wie lange dauert die Scheidung?
    • Brauche ich einen Anwalt?
    • Was kostet mich die Scheidung?
    • Was ist ein Versorgungsausgleich?

    Scheidungsvoraussetzungen - Unter welchen Voraussetzungen kann ich mich scheiden lassen? (Trennungszeit)

    Unter welchen Voraussetzungen sie sich scheiden lassen können, hängt grundsätzlich erstmal davon ab, nach welchem Recht die Scheidung erfolgt. (-- Anzuwendendes Recht).

    In Deutschland müssen die Eheleute in der Regel mindestens ein Jahr getrennt sein, bevor sie einen Scheidungsantrag stellen. Die Gerichte verstehen unter einem „Getrenntleben“, dass die Ehegatten „getrennt von Tisch und Bett“ leben. In der Regel ist diese Voraussetzung ohne weiteres gegeben, wenn die Eheleute nicht mehr unter einem Dach leben. Natürlich können sich die Eheleute weiterhin gut verstehen und miteinander Kontakt aufrechterhalten. Die Erfüllung der Scheidungsvoraussetzungen wird dadurch nicht verhindert.

    Immer öfter bleiben die Scheidungswilligen finanziell bedingt auch gemeinsam wohnen. Auch die Trennung innerhalb einer Wohnung ist möglich, vorausgesetzt die Eheleute weisen nach, dass sie in verschiednen Zimmern nächtigen, getrennt wirtschaften und praktisch keine Dienstleistungen mehr füreinander erbringen.

    Neben dem Trennungsjahr selbst, müssen die Eheleute die Absicht verfolgen, sich tatsächlich von einander lösen zu wollen. Erst dann ist nämlich die Ehe zerrüttet.

    Eine Scheidung ohne Einhaltung des Trennungsjahres ist nur möglich, wenn dem anderen Ehegatten die Fortführung der Ehe nicht zugemutet werden kann. Ein solcher Härtefall ist gegeben, wenn

    • der Scheidungswillige in der Ehe misshandelt wurde
    • der andere Ehegatte bereits in einer neuen festen Beziehung lebt,
    • die Ehefrau von einem anderen Mann schwanger ist,
    • der andere Ehegatte Alkoholiker ist,
    • bei Straftaten gegenüber dem Scheidungswilligen.

    Das Scheidungsverfahren - Wie sieht der typische Scheidungsverlauf aus?

    Nach einem eingehenden Beratungsgespräch erteilen Sie mir Scheidungsauftrag mit Vollmacht. Das Mandat ist damit begründet.

    Ich erarbeite einen Entwurf Ihrer persönlichen Scheidungsklage vor dem zuständigen Amtsgericht. Diesen leiten ich Ihnen zu und bitte Sie, die inhaltliche Richtigkeit des Scheidungsantrages zu bestätigen und die notwendigen zu verauslagenden Gerichtsgebühr zu überweisen.

    Wenn die Gerichtskosten auf meinem Konto eingegangen sind, reichen ich Ihren Scheidungsantrag bei dem für Sie zuständigen Gericht ein und benachrichtige sie hiervon.

    Nach 2 - 3 Wochen erhält Ihr Ehepartner den Scheidungsantrag vom Gericht zugestellt . Das Gericht bittet Ihren Ehepartner zu der Scheidungsklage Stellung zu nehmen.

    Um eine problemlose Scheidung zu gewährleisten, muss Ihr Ehepartner dem Gericht mitteilen, dass er der beantragten Scheidung zustimmt und die Angaben in der Scheidungsschrift hinsichtlich der Trennungsdauer und den sonstigen Angaben zutreffend sind.

    Das Gericht sendet an beide Parteien die Fragebögen zum Versorgungsausgleich zwecks Klärung der Rentenkonten. Sie füllen diese Formulare 3-fach aus und reichen sie an mich zur Weiterleitung an das Gericht.

    Sobald das gerichtliche Aktenzeichen vorliegt, erhalten Sie von mir eine Honorarvorschusskostennote in Höhe der voraussichtlich anfallenden Rechtsanwaltsgebühren, nach dem Gebührenstreitwert.

    Die Klärung der Rentenversicherungskonten dauert 3 - 6 Monate. Bei Unklarheiten wird sich der Rentenversicherungsträger direkt mit Ihnen in Verbindung setzen.

    Das Gericht bestimmt einen Termin zur mündlichen Verhandlung, sobald ihm beide Auskünfte zu den Rentenversicherungskonten vorliegen.

    Beide Ehegatten müssen in der mündlichen Verhandlung vor dem Scheidungsrichter erscheinen. Beide Ehegatten werden persönlich angehört. Zu diesem Gerichtstermin bin ich im Gericht anwesend.

    Der Gerichtstermin dauert zwischen 15 und 45 Minuten.

    Nach Bestätigung beider Ehegatten:
    - dass die Ehe zerrüttet ist,
    - und die eheliche Lebensgemeinschaft nicht wiederhergestellt werden soll,
    wird das Gericht das Scheidungsurteil aussprechen.

    Das Gericht wird den Versorgungsausgleich berechnen, indem das Gericht bestimmt, dass von dem Versicherungskonto des einen Ehegatten, ein bestimmter Betrag auf das Versicherungskonto des anderen Ehegatten übertragen wird. Derjenige Ehegatte, der während der Ehezeit die höheren Versorgungsanwartschaften erworben hat, ist dem anderen gegenüber ausgleichspflichtig.
    Falls beide Parteien anwaltlich vertreten sind, kann die Scheidung durch einen beidseitigen Rechtsmittelverzicht sofort rechtskräftig werden und Sie gehen als rechtskräftig Geschiedene aus dem Gerichtssaal.

    Mit Übersendung des Scheidungsurteils erhalten Sie von mir eine Abschlussrechnung. Diese berücksichtigt die endgültige Festsetzung des Gegenstandswertes, der letztlich Grundlage für die Bemessung der Rechtsanwaltsgebühren ist.

    Haben die Ehegatten keinen Rechtsmittelverzicht im Termin erklärt (weil z.B. nur ein Anwalt beauftragt wurde), beginnt mit der Übersendung des Scheidungsurteils eine einmonatige Rechtsmittelfrist, in der eine Berufung eingelegt werden kann.

    Wird innerhalb dieser Frist kein Rechtsmittel eingelegt, beantragen ich für Sie einen Rechtskraftvermerk und übersenden Ihnen das rechtskräftige Urteil für Ihre Unterlagen.

    Danach können Sie erneut heiraten.

    Örtliche und Internationale Zuständigkeit - Wo lasse ich mich scheiden ?

    Eine Besonderheit unserer Kanzlei ist der verstärkte Umgang mit gemischten, zumeist deutsch-polnischen Ehen. Hierzu zählen Mandanten mit deutscher Staatsangehörigkeit, die ursprünglich aus Polen kommen. Mit umfasst sind aber auch polnische Staatsangehörige bzw. sogenannte Doppelstaatler, die in der Vergangenheit nach Deutschland ausgewandert sind. In all diesen Konstellationen wird früher oder später die Frage gestellt, wo man sich am besten scheiden lässt.

    Hierbei wird den wenigsten klar, dass die Fragestellung sogar zwei unterschiedliche Fragen beinhaltet, nämlich:

    Internationale Zuständigkeit

    Die Frage nach dem „ Wo“ regelt die Internationale Zuständigkeit von Gerichten. Diese folgt aus der europäischen Verordnung über die Zuständigkeit, Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Ehesachen und in Verfahren betreffend die elterliche Verantwortung– EG 2201/2003(„Brüssel II“)

    Hieraus folgt, dass Sie die Scheidung in dem Mitgliedstaat durchführen können, in dem
    - beide Ehegatten ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben, oder
    - die Ehegatten zuletzt beide ihren gewöhnlichen Aufenthalt hatten, sofern einer von ihnen dort noch seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, oder
    - der Antragsgegner seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, oder
    - im Fall eines gemeinsamen Antrags einer der Ehegatten seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, oder
    - der Antragsteller seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, wenn er sich dort seit mindestens einem Jahr unmittelbar vor der Antragstellung aufgehalten hat, oder
    - der Antragsteller seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, wenn er sich dort seit mindestens sechs Monaten unmittelbar vor der Antragstellung aufgehalten hat und entweder Staatsangehöriger des betreffenden Mitgliedstaats ist oder, im Fall des Vereinigten Königreichs und Irlands, dort sein „domicile“ hat.

    Im Fall einer Scheidung von Eheleuten, die beide die gleiche doppelte Staatsangehörigkeit zweier EU-Mitgliedsstaaten besitzen, können Gerichte beider Länder zuständig sein. Den Parteien steht es frei, sich für eine Gerichtsbarkeit zu entscheiden. Sollten Sie also die Scheidung unbedingt in Deutschland wünschen, so müssen Sie dem Scheidungsantrag des im Ausland lebenden Ehegatten zuvorkommen, da eine Scheidung nur an einem Gericht anhängig gemacht werden kann.

    Anwendbares Recht:

    Bei der Frage nach dem anzuwendenden Recht kommt es hauptsächlich auf die Staatsangehörigkeit der Scheidungswilligen an. Wo geheiratet wurde, spielt in diesem Zusammenhang keine Rolle. Die einschlägigen Normen hierzu sind Art. 17 i.V.m. Art. 14 EGBGB:
    (1) (1) Die allgemeinen Wirkungen der Ehe unterliegen
    1. 1. dem Recht des Staates, dem beide Ehegatten angehören oder während der Ehe zuletzt angehörten, wenn einer von ihnen diesem Staat noch angehört, sonst
    2. dem Recht des Staates, in dem beide Ehegatten ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben oder während der Ehe zuletzt hatten, wenn einer von ihnen dort noch seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, hilfsweise
    3. dem Recht des Staates, mit dem die Ehegatten auf andere Weise gemeinsam am engsten verbunden sind.

    Die regelmäßig auftauchende Frage, wie im einzelnen zu verfahren ist, wenn man die doppelte Staatsangehörigkeit besitzt, beantwortet Art. 5 Abs.1 S.2 EGBGB, der die sog. Inlandprivilegierung beinhaltet. Ist hiernach die Person Deutscher, so geht diese Rechtsstellung vor. Da das polnische Internationale Privatrecht eine entsprechende Vorschrift kennt, heißt das für den Doppelstaatler in der Praxis: Aus Sicht polnischer Gerichte sind Sie Pole, während die deutschen Gerichte Sie als Deutschen behandeln werden.

    Dem aufmerksamen Leser wird nun klar, dass es gerade bei Scheidungen von Doppelstaatlern zu der merkwürdigen Situation kommen kann, dass ein deutsches Gericht eine Scheidung nach dem polnischen Recht durchführen muss und umgekehrt.

    Die Scheidungskosten - Was kostet mich die Scheidung ?

    Zu den häufigsten Fragen der Mandanten gehört selbstverständlich die Frage: „Was kostet mich die Scheidung ?“. Von den meisten Rechtsanwälten werden Sie erfahren, dass sich die Kosten nach dem Streitwert richten oder am Rechtanwaltsvergütungsgesetz (RVG) orientieren. Nach dieser Antwort sind Sie genau so schlau wie vorher – wissen es also immer noch nichts. Die unklare Antwort des Rechtsanwalts hängt im Wesentlichen damit zusammen, dass die Kostenrechnung eine Kunst für sich ist und zumeist einer längeren Erklärung bedarf.

    Zunächst müssen Sie zwischen den Anwalts- und den Gerichtskosten unterscheiden. In der Regel zahlt jeder Ehegatte seinen Anwalt selbst und die Hälfte der Gerichtskosten. Im Scheidungsbeschluss heißt es dann: „Die Kosten werden gegeneinander aufgehoben“.

    Die Anwaltsgebühren im Scheidungsverfahren orientieren sich nach dem sogenannten Streitwert. Dieser ist ein Betrag, aufgrund dessen in einer Tabelle des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes (RVG) die Anwaltsgebühren ermittelt werden können.

    Den Streitwert für ein Scheidungsverfahren erfahren Sie, in dem Sie das Nettoeinkommen beider Ehegatten zusammenrechnen und mit 3 multiplizieren.

    Bei der Ermittlung des Streitwerts für die Scheidung ist zuerst auf die Nettoeinkünfte der Ehegatten abzustellen. Das durchschnittliche monatliche Nettoeinkommen beider Ehegatten wird mit 3 multipliziert. Der sich hier ergebende Wert ist der Anknüpfungspunkt für die Anwalts- und Gerichtskosten. Nachfolgend finden Sie eine vereinfachte Übersicht

    Der Versorgungsausgleich - Was ist der Versorgungsausgleich?

    Im Unterschied zu vielen europäischen Ländern, darunter auch Polen, wird in Deutschland im Rahmen der Scheidung ein sog. Versorgungsausgleich durchgeführt. Dieser ist bis auf wenige Ausnahmen zwingend mit der Scheidung durchzuführen. Man spricht daher auch vom Zwangsverbund.

    Durch den Versorgungsausgleich werden die während der Ehe erworbenen Ansprüche auf eine Altersversorgung unter den Ehegatten ausgeglichen. Eine besondere Rollte spielt das in den Ehen, wo einer der Eheleute die Kinderbetreuung übernimmt und aufgrund der damit verbundenen Arbeitslosigkeit keine Anwartschaften erwirbt. Diese Ungleichbehandlung wird durch den Versorgungsausgleich wieder bereinigt.

    Die Durchführung des Versorgungsausgleich bekommen die Scheidungswilligen kaum mit.

    Mit Einleitung des Scheidungsverfahrens erhalten sie über ihren Rechtsanwalt einen Fragebogen, den sie innerhalb einer 4 Wochen-Frist ausfüllen müssen. Das Gericht leitet die ausgefüllten Fragebögen dann an die Rentenversicherungsträger weiter, die anhand einer komplizierten Punktebewertung die bisher erworbenen Rentenanwartschaften des Ehemannes und der Ehefrau ausrechnen. Diese Bewertung führt in aller Regel zu einer nicht unerheblichen Verzögerung der Scheidung. Besonders gilt es dann, wenn die Eheleute grenzüberschreitend tätig waren.

    Um sich die monatelange Verzögerung zu ersparen, wünschen viele Eheleute einen Ausschluss des Versorgungsausgleichs. Dies ist zwar in manchen Fällen möglich, es ist jedoch zu berücksichtigen, dass der Ausschluss mit finanziellen Nachteilen verbunden sein kann, nämlich für den Ehegatten, der weniger Rentenanwartschaften während der Ehezeit erworben hat.

    Bei einer Ehezeit von bis zu drei Jahren findet der Versorgungsausgleich nur statt, wenn ein Ehegatte dies beantragt, § 3 Abs.3 VersAusglG.

    Für Eheleute mit einer Ehezeit über drei Jahren ist ein Verzicht auf die Durchführung des Versorgungsausgleich nur möglich durch:

    a) Notarieller Vertrag - Die Eheleute haben, auch nach der Heirat, die Möglichkeit, einen notariellen Vertrag aufsetzen und darin auf den Versorgungsausgleich zu verzichten. Dieser Verzicht ist aber nur wirksam, wenn zwischen seinem Abschluss und dem Tag des Scheidungsantrags mindestens ein Jahr liegt. Wird die Scheidung früher eingereicht, so ist auch der notarielle Verzicht unwirksam .
    Es macht daher wenig Sinn, einen notariellen Verzicht auf den Versorgungsausgleich erst kurz vor dem Scheidungsantrag oder gar erst während des Scheidungsverfahrens zu vereinbaren.

    b) Genehmigung durch das Familiengericht: - Hat man einen Notarvertrag nicht abgeschlossen, so kann das Familiengericht in Ausnahmefällen einen Verzicht der Eheleute genehmigen. Die Entscheidung diesbezüglich steht im freien Ermessen des Richters. Das Ermessen fällt zu Gunsten einer Genehmigung aus,
    - wenn abzusehen ist, das ohnehin allenfalls ein geringer Versorgungsausgleich vorzunehmen wäre (Bagatellfälle);
    - Wenn der Versorgungsausgleich zu einem ungerechten Ergebnis führen würde (Unbillige Härte).

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  • Unterhalt
  • Sorgerecht
  • Umgangsrecht
  • Ehevertrag
  • Trennungsvereinbarung
  • Zugewinn
  • Hausrat

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Strafrecht

Sich einem strafrechtlichen Ermittlungsverfahren ausgesetzt zu sehen, stellt für die meisten Menschen eine ungeahnte psychische Belastung dar. Um so verständlicher ist es, dass der Beschuldigte das Verfahren so schnell wie möglich abschließen möchte. Leider werden deshalb nur all zu oft unüberlegte Entscheidungen getroffen und Aussagen getätigt, die für den Verlauf des Verfahrens von ausschlaggebender Bedeutung sein können. Sobald Sie einer Straftat beschuldigt werden, benötigen Sie einen Rechtsanwalt, der ihre Verteidigung anzeigt und bei der Staatsanwalt Akteneinsicht beantragt. Von besonderer Bedeutung ist, dass der Beschuldigte sich mit dem Aufsuchen einer Kanzlei nicht all zu lange Zeit lassen sollte, da besonders in den einfach gelagerten Fällen die Einspruchsfrist gegen einen Strafbefehl bereits nach 2 Wochen abgelaufen ist.

Als Rechtsanwalt übernehme ich ihre Verteidigung nicht nur vor Gericht, sondern auch gegenüber der Polizei, dem Zollamt, dem Finanzamt und unterstütze Sie auf folgenden Tätigkeitsfeldern:

  • Akteneinsicht
  • allgemeine Strafsachen
  • Strafanzeigen
  • bundesweite anwaltliche Vertretung von Mandanten im Ermittlungsverfahren sowieVerteidigung der Angeklagten vor Gericht
  • Zollvergehen [+]

    Besonders in der Grenzregion um Frankfurt (Oder), Slubice und Umgebung sind Konflikte mit den Zollbehörden an der Tagesordnung. Häufig ist in diesen Fällen ein rechtliches Vorgehen nicht möglich, da die Steuerschuld nicht von der Hand zu weisen ist. Dem Betroffenen bleibt dann nur, die Steuerschuld zähneknirschend hinzunehmen. Ein gekonnter Umgang mit den Behörden, der Staatsanwaltschaft, dem Zoll- und Finanzamt kann dem Mandanten dennoch zugute kommen. Ich unterstütze Sie bei:

    - Antrag auf Bewilligung einer Ratenzahlung
    - Antrag auf Erlass der Steuerschuld
    - Antrag auf Aussetzung der Vollstreckung in Polen und Deutschland
    - Stundung
    - Aufhebung des Steuerbescheides
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  • Strafbefehl
  • Vermögensdelikte (Diebstahl, Raub, Betrug usw.)
  • Gewaltdelikte
  • Drogendelikte
  • europäischer Haftbefehl
  • (vorläufige) Festnahme
  • Untersuchungshaft in Deutschland
  • Haftprüfung
  • Strafhaft in Deutschland und Anträge zur vorzeitigen Haftentlassung
  • Vereinbarung von Besuchsterminen in der JVA [+]

    Manchmal ist eine Freiheitsstrafe unumgänglich, so dass der Beschuldigte bis zu einer eventuellen Aufhebung des Haftbefehls gezwungen ist, in Haft zu bleiben. Für diesen Fall unterstütze ich die Verwandtschaft bei der Kontaktaufnahme mit dem Gefangenen und unternehme alle erforderlichen Maßnahmen, um einen Besuch zu ermöglichen. Zunächst muss jedoch der Aufenthaltsort des Gefangen bestimmt werden, was in der Regel einfacher fällt, wenn die Familie Anhaltspunkte zur Festnahme geben kann. Nach Bestimmung des Aufenthaltsortes muss der zuständige Staatsanwalt angerufen werden. Dieser erteilt die Besuchserlaubnis. Als letztes muss ein Termin mit der JVA abgestimmt werden. Steht dem Besuch nichts mehr entgegen, so bleibt zu beachten:

    - bei dem Besuchstermin in der JVA darf nur deutsch gesprochen werden. Trifft das auf den Besuchenden nicht zu, so wird von Amtswegen ein Dolmetscher gestellt. Unter Umständen muss auch mit diesem ein Termin vereinbart werden. Die hierbei entstehenden Kosten werden vom Staat übernommen.

    - Bei dem Besuchstermin darf nicht über das laufende Verfahren gesprochen werden. EinVerstoß gegen diese Regelung kann zum Abbruch des Besuchs führen.

    - die Regelungen der einzelnen JVA sind von Bundesland zu Bundesland verschieden. In der Regel darf der Beschuldigte jede zweite Woche einen Besuch empfangen. Zu einem Besuchstermin sind nicht mehr als 3 Besucher zugelassen.
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